Patienteninformation

Stand März 2019 

 

Wirkungsweise und Einsatz der SCENAR-Therapie  

 

 

Unterstützung der Selbstheilungskräfte des Körpers

Das SCENAR-Gerät (Selbst Kontrollierte Energo Neuro Adaptive Regulation) gibt dem Körper in Form von Impulsen Informationen, die seine körpereigenen Heilmechanismen stärken.

Durch den Einfluss der SCENAR-Therapie auf das vegetative Nervensystem (Sympathikus / Parasympathikus) und somit auch auf Anpassungs- und Regulationsvorgänge des Organismus, werden die natürlichen Abwehrmechanismen verstärkt und der Körper bei der Selbstheilung unterstützt.

 

 

Entwicklung und Forschung

Ursprünglich wurde das SCENAR auf Betreiben der russischen Raumfahrtbehörde entwickelt. Den Astronauten sollte zur Selbstbehandlung in Krankheitsfalle ein Gerät zur Verfügung stehen, das einfach zu handhaben und überall anwendbar ist. Die Entwicklung der Impulstherapie gelang in den 70er Jahren einem Forscherteam unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Revenko, der es verstand, hochtechnologisches Wissen mit der Kenntnis traditioneller Heilmethoden zu verbinden und sowohl das SCENAR, als auch die Therapiemöglichkeiten ständig weiter entwickelte.

Aus wissenschaftlicher Forschung ist bekannt, dass sich bei krankhaften Prozessen der Hautwiderstand entsprechend verändert. Zwischen den beiden Elektroden des SCENAR werden bipolare Elektro-Impulse geleitet. Diese Impulse werden als körpereigene wahrgenommen und wirken bei gleichzeitigem Erkennen pathologischer Signale des Organismus durch ein kontinuierliches Biofeedback gezielt regulierend und individuell angepasst auf die körpereigenen Heilmechanismen ein.

 

 

Wirkungsweise

Die Wirkungsweise des SCENAR erklärt sich u. a. darüber, dass der Hautwiderstand gesenkt und die Leitfähigkeit des Gewebes erhöht wird.

Der Körper reagiert also auf die Impulse des Gerätes, verarbeitet sie, bekommt neue Informationen, um Krankheiten oder Verletzungen schneller und besser zu bewältigen. Die Kräfte zur Selbstheilung des Körpers werden verstärkt.

 

Die Besonderheit des SCENAR liegt darin, sowohl Impulse von außen zu setzen, die in Intensität und Modifikation vom Therapeuten vorgegeben werden, als auch in seiner Fähigkeit, ankommende Reaktionen des Organismus zu registrieren. Dadurch wird die entsprechende geräteeigene Einstellung der sich verändernden Reaktionslage des Patienten beständig neu angepasst.

Sozusagen im Biofeedback wird das körpereigene Heilgeschehen aktivierend unterstützt. Funktionseinschränkungen werden oft schon während der Behandlung spürbar positiv verändert.

 

Die vom Gerät ausgehenden Impulse wirken über die Hautoberfläche mit einer Tiefe von max. 0,5 mm auf den Körper ein. Tiefergehende Reaktionen, die sie wahrnehmen, entstehen über unterschiedliche Wege: So werden biochemische Reaktionen entlang der Nervenleitbahnen aktiviert und verstärkt. Akupunkturpunkte und Verläufe der Meridianbahnen werden stimuliert und in den Therapieverlauf miteinbezogen.

 

 

Anwendung, Kontraindikation und Nebenwirkungen

Die SCENAR-Therapie findet sowohl bei akuten Schmerzzuständen, als auch bei chronischem Krankheitsgeschehen bei Patienten jeden Alters Anwendung. Sie kommt u. a. zum Einsatz bei

-         Störungen des Nervensystems

-         degenerativen und entzündlichen Prozessen des Bewegungsapparates

-         krankhaften Beschwerden der Atemwege

-         funktionellen Störungen des Verdauungssystems

-         Beschwerdebildern des Urogenitaltraktes

-         zur Lymphdrainage

-         in der Sportmedizin

 

Absolute Kontraindikation besteht aus Sicherheitserwägungen bei elektronisch beeinflussbaren Implantaten (z. B. Herzschrittmacher). Eine relative Kontraindikation ergibt sich bei akuten Psychosen, bei Therapie über Tumoren, über der Gebärmutter bei bestehender Schwangerschaft und über Thrombosen und ebenso bei Behandlung über oberflächennahen Metallimplantaten oder über offenen Wunden.

Nebenwirkungen können im Anschluss an die Behandlung, im Sinne einer „Erstverschlimmerung“ wie sie aus der Homöopathie bekannt ist, auftreten. Sollten die Symptome nicht innerhalb von 12 Stunden wieder verschwinden oder ungewöhnlich heftig auftreten, können Sie Kontakt zu mir aufnehmen.

 

Seit 2002 fand SCENAR in Deutschland in fünf Arztpraxen erstmalige Anwendung. Mittlerweile arbeiten in D, A und CH rund 7000 Therapeuten (Ärzte, Zahnärzte, Heilpraktiker, Physiotherapeuten ...) mit dieser Therapiemethode.

 

Auch in Kliniken und Instituten wird SCENAR angewandt. Darunter zählen

-         verschiedene LVA-Kliniken

-         Unikliniken Potsdam und Frankfurt/O.

-         Kreiskliniken Dillingen-Wertingen

-         Stauferklinik Mutlangen

-         Internationale Gesellschaft für Biologische Medizin

-         Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren

-         World Osteopathic Health Organisation

-         Bund deutscher Chiropraktiker

-         u. v. a.

 

Vor der Therapie

Da SCENAR über die Hautoberfläche wirkt, und um unerwünschte Beeinträchtigung der Therapie zu vermeiden, benutzen Sie bitte zwei Stunden vor der Behandlung keine Hautpflegemittel.

 

Dauer und Kosten

Die Therapiezeit sollte eine halbe Stunde nicht wesentlich überschreiten. Meist finden 6 bis 8 Behandlungen statt. Hier gilt im Wesentlichen: akute Zustände bedürfen meist eines kürzeren Zeitrahmens, chronische oft länger.

Obwohl bei der SCENAR-Therapie von vielen Patienten bereits während der Behandlung eine Beschwerdeerleichterung rückgemeldet wird, besteht keine Garantie auf einen Behandlungserfolg. Die Behandlung kann von Ihnen jederzeit abgebrochen oder für eine bestimmte Zeit durch eine Pause unterbrochen werden. 

Für die reine Therapieeinheit von 30 Minuten (ohne umfassendere Anamnese) werden zurzeit pauschal 40 € berechnet. Bei längerer Dauer addieren sich pro Minute 1 € dazu. Bei Bedarf können individuelle Regelungen vereinbart werden. Findet die SCENAR-Therapie im Rahmen einer ganzheitlichen Therapie statt, ist sie im Honorsatz inkludiert.

Klären Sie mit ihrer Kasse die Kostenübernahme. Private Kassen, Zusatzversicherungen und die Berufsgenossenschaft übernehmen in der Regel die Kosten für die Behandlung. In diesem Fall erhalten Sie zur Vorlage bei der Kasse eine individuell erstellte Rechnung mit entsprechenden Abrechnungsziffern.

 

 

Patienteninformation

Stand März 2019

 

Wirkungsweise und Einsatz der

CranioSacral-Therapie 

 

Geschichte und Entwicklung

 

Die CranioSacral-Therapie ist ein Teilbereich der klassischen Osteopathie, der als eigenständige Therapiemethode wesentlich seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts durch namhafte Mediziner wie W. G. Sutherland, Harold Magoun, John E. Upledger, Martin Allen und Arthur L. Pauls weiter entwickelt wurde und seit gegen Ende der 90er Jahre ein zunehmendes öffentliches Interesse erfährt.

Auch in den Bereichen der Physiotherapie und Zahnheilkunde erfährt die CranioSakrale Therapie ein erfreuliches Interesse und findet vermehrt Anwendung. 

 

 

Selbstheilungskräfte und Selbstregulation

 

Eine wesentliche Besonderheit der CranioSacral-Therapie im Vergleich mit anderen manuellen Heilmethoden ist die grundlegende Arbeitshaltung der absichtslosen Achtsamkeit.

Dem Patienten mit einer absichtslosen Achtsamkeit zu begegnen, die den Fokus des Behandlers während der Therapie auf die vorhandenen Ressourcen zur Selbstregulation richtet, bedarf einer besonderen Behandlungsweise.

Die CranioSacrale Therapie baut nicht auf manipulierenden, eingreifenden Techniken auf, sondern eröffnet dem Organismus gewissermaßen einen Weg, um die körperliche Integrität aus eigenen Kräften wieder erlangen zu können.

Diese Arbeitsweise fordert vom Therapeuten eine hohe Fähigkeit in der Kenntnis und Anwendung subtiler Palpations- und Behandlungstechniken und eine gute interaktive Verständigung zwischen Therapeut und Patient während der Behandlung.

 

 

Erklärungsmodell und Wirkungsweise

 

Die craniosakralen Behandlungstechniken begleiten und regulieren den körpereigenen Rhythmus, der sich aufgrund der spontanen zellfunktionsbedingten Tonuskontrolle von Muskeln und Faszien (bindegewebige Muskelhüllen) und der spontanen unwillkürlichen Motillität der einzelnen Organe ergibt.

 

Die Motillität des Zentralen Nervensystems bewirkt nach einem Erklärungsmodell von Sutherland durch rhythmische Kontaktion und sich anschließende Entspannung des Gewebes eine sich auch auf das Gehirn auswirkende Bewegung. Diese Bewegung bildet nach Sutherlands Erkenntnissen die Grundlage des craniosakralen Rhythmus.  


 

Craniosacraler Rhythmus

 

Der craniosacrale Rhythmus ist, basierend auf dieser Erklärungsgrundlage, sowohl im vom Liquor umspülten System des Zentralen Nervensystems, - also zwischen Schädel (Cranium) und Kreuzbein (Sakrum) -, über Muskeln und Faszien in der Peripherie, als auch durch die viszeralen Organe im Körperstamm als minimale rhythmische Eigenbewegung der Gewebe tastbar. Er weist eine individuelle Prägung auf, ist Schwankungen unterworfen und stets im Seitenvergleich zu betrachten.

 

Bei krankhaften Prozessen (Verletzungen, Narben, Blockierungen, erhöhten Spannungszuständen etc.) verändert sich der craniosakrale Rhythmus (CSR) der betroffenen Gewebestrukturen.

Über das Zusammenwirken des CSR mit anderen körpereigenen Rhythmen (Atmung, Puls …) und Systemen des Organismus ergeben sich unter dem Aspekt einer ganzheitlichen Betrachtung Veränderungen im Zusammenwirken der einzelnen Körpersysteme, die in ihrer Gesamtheit und im Zustand störungsfreier Funktionalität die Integrität des Körpers gewährleisten und erhalten.

 

Die cranioSacrale Osteopathie folgt auf dieser Grundlage dem Gedanken der Wiederherstellung eines für den jeweiligen Organismus optimalen Zustandes.

 

Die therapeutischen Techniken setzen in der Begleitung und Hervorhebung des Ist-Zustandes an und bewirken eine Stimulierung der körpereigenen Heilkräfte und Regulationsvorgänge. Die Behandlung orientiert sich hierbei an den jeweils gegebenen Ressourcen und richtet sich an einem bestmöglich zu erreichenden Gesundheitszustand aus.

 

 

 

 Anwendung

 

Die Einsatzbereiche zur Anwendung der CranioSacral-Therapie sind sehr vielfältig und umfangreich. Sie umfassen die folgenden Hauptbereiche mit ihren jeweiligen Störungsbildern und darunter definierten Krankheiten:

 

-        Funktion und Wirkungsweise des ZNS und der vegetativen Nervensysteme

-        Dysfunktion, Koordinationsstörungen, Schmerzzustände … des Stütz- und 

         Bewegungsapparates   

-        Aktivierung des Immunsystems bei chronischen und rezidivierenden Zuständen

-        energetische und psychische Zustände, die der Unterstützung bedürfen

-        Schmerzzustände (Kopf, Organe …)

-        Dysfunktionen der Sinnesorgane (Tinnitus, Schwindel ...)

-        u. v. m.  
 

 

Dauer und Kosten

 

Die Anzahl der Sitzungen ist abhängig vom Beschwerdebild und Bedarf des Patienten. In der Regel bewegen sich die benötigen Sitzungen zwischen ein bis acht Einheiten.

 

Eine Behandlungseinheit dauert meist ca. eineinviertel Stunden. Sie sollten für Ihre Zeitplanung zusätzlich eine kurze Phase des „Ankommens“ sowohl vor Therapiebeginn, als auch im Anschluß daran miteinbeziehen.

 

Die Behandlungskosten ohne umfassende Anamnese liegen pauschal pro Sitzung bei 75 €. Findet die CS-Therapie im Rahmen der ganzheitlichen Behandlung statt, so ist sie im allgemein vereinbarten Honorar inkludiert bzw. findet zur Einreichung bei Ihrer Krankenkasse eine Rechnungstellung mit der Aufführung einzelner Gebühren nach der für Heilpraktiker gültigen GebüH statt (s. u.).

 

Bitte planen Sie mit ein, dass ich bei komplexen bzw. unklaren Beschwerdebildern eine umfangreiche Erhebung der Voranamnese und Ganzkörperuntersuchung durchführe, die ich ebenfalls berechnen werde.

 

Sollten sie die Kosten der Heilbehandlung durch einen Heilpraktiker bei Ihrer Kasse oder Zusatzversicherung einreichen können, so kann die Rechnungsstellung auf Grundlage der Gebührenordnung für Heilpraktiker unter Auflistung entsprechende Abrechnungszifferniffern erfolgen und kann möglicherweise ganz oder teilweise durch Ihre Kasse oder  Versicherung rückerstattet werden. 

 

 

copyright susanne.rehe@web.de